Das Experiment des hundertsten Affen

in deutsch •  2 months ago

Habt ihr schon mal etwas vom „morphogenetischen Feld“ gehört? Wenn nicht, dann hört euch diese Geschichte an:

Es war einmal eine Affenkolonie in Indonesien. Eigentlich waren da mehrere Kolonien auf verschiedenen Inseln. Die Affen mancher Kolonien wurden von Menschen gefüttert. Dazu wurden Süßkartoffeln in den Sand geworfen. Eines Tages fing ein Affenweibchen an, die Süßkartoffeln zu waschen. Offensichtlich, da sie keinen Sand zwischen den Zähnen haben wollte. Mit der Zeit ahmten die Affenbabys dieses Verhalten nach. Nach einem Monat wuschen alle Affen in dieser Kolonie die Süßkartoffeln, bevor sie sie verzehrten.

Laaaaaaaaaaaangweilig! Höre ich euch jetzt schon sagen. Doch jetzt kommts: Ab einer gewissen Verbreitung der Erkenntnis in der Ursprungskolonie, fingen simultan die Affen weiterer Kolonien auf anderen Inseln mit diesem Verhalten an. Und dort ging das buchstäblich von einem Tag auf den Anderen.

Dieses Experiment wurde vielfach wiederholt. Zufall ausgeschlossen. Die Zahl Hundert ist hier sicherlich nicht wörtlich zu nehmen und man kann vielleicht noch erwähnen, dass die Übertragung des Wissens um so wirksamer war, je näher sich die Affen genetisch waren. Verkürzt formuliert:

Telepathie funktioniert nicht über Artengrenzen hinweg!

Zumindest nicht sehr gut, wenngleich Phänomene wie der „Pferdeflüsterer“ bestimmt auf ähnlichen Wirkmechanismen beruhen. Physiker haben auch eine Erklärung für diese Effekte. Das morphologische Feld. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Raum zwischen Atomkern und Elektronen nicht leer ist. Er ist nur frei von Materie. Es gibt Hinweise darauf, dass dieses „Vakuum“ als elektronisches Speichermedium genutzt werden kann. Von Wem oder Was? Von unseren Gehirnen! Man rätselt schon lange darüber, wo eigentlich das Wissen gespeichert wird. Die Verdrahtung der Nervenzellen ist eher wie ein Prozessor zu sehen. In Neuronen kann man kein Wissen ablegen. Wenn ich etwas gelernt habe, sind zwar neue Verbindungen entstanden – was dem um-Flashen eines Prozessors entspricht, aber die einzelnen Neuronen erfahren keine permanente Zustandsänderung. Es sieht vielmehr danach aus, als ob wir über elektrische Impulse, die von den Neuronen erzeugt werden, Informationen in diesem Morphogenetischen Feld ablegen können - um sie später wieder abzurufen. Eine höhere Kunst ist es, die Infos, die Artgenossen abgelegt haben, auszulesen. Das Unterbewusstsein scheint da über Werkzeuge zu verfügen. Hinweise darauf geben Phänomene wie beispielsweise Träume, die sich am Ende als wahr herausstellen.

Also ich teste jetzt mal, ob das funktioniert: Ich lese gerade in euren Gedanken, dass ihr mich für einen Spinner haltet. Oh! Ein paar von euch fallen jetzt Geschichten ein, wo sie an jemanden gedacht haben, und kurze Zeit später ruft diese Person an. Oder dass Hunde eine Vorahnung haben, wenn ihr Herrchen nach länger Abwesenheit nach Hause aufbricht. Oder dass ihr irgendwie gefühlt habt, dass es eurer Mutter oder eurem Bruder gerade schlecht geht.

Ich muss jetzt Schluss machen. Hab gerade dem morphogenetischen Feld entnommen, dass meine Kinder schon wieder heimlich Tablet spielen.

Für alle die Lust haben, sich mit der Thematik noch etwas länger auseinanderzusetzen habe ich euch mal wieder ein Video mitgebracht:

Wir sind alle Eins

"Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Deine Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
"

United as One. Divided by Zero.

Jeanne

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Ist ein sehr interessantes Thema. Die morphogenetischen Felder hat ja als erster Rupert Chaldrake so benannt oder geglaubt zu erkennen. Allein die Frage zu beantworten, wie wir Wissen oder Erfahrungen abspeichern, dürfte die Wissenschaft noch lange beschäftigen. Ich hatte darüber schon einiges geschrieben und tendiere dazu, dass wir in einer Simulation leben, die wir für unsere Realität halten. Warum? Weil niemand aus sich heraus kommt. Alles, jeder Sinneseindruck, entsteht als Wahrnehmung ausschließlich in uns. Demnach gibt es nichts außerhalb von uns. Jedenfalls wird das in 1 Mio. Jahren niemand beweisen können. Wir sind also letztlich auf uns selbst reduziert, genau wie ein Programm. Es gibt ja auch keine Materie im klassischen Sinn. Es gibt nur elektromagnetische Felder und deren Wechselwirkung.

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