Rissbildung am Yellowstone Supervulkan in den USA - Warnung vor einer Supereruption...

in deutsch •  11 months ago 

Liebe Leserin,

lieber Leser,

in zahlreichen Beiträgen skizzierte ich bereits vor 10 Jahren die Gefahren einer Supereruption des Yellowstone Vulkans auf Basis geologischer Abläufe soweit sie für die letzten 150 Jahre verfügbar waren. Das dabei entworfene komplexe Zeitalterationsmodell zu einem Eruptionsereignis des Supervulkans in den USA, an dem ich mehrere Wochen gearbeitet habe und zuvor recherierte, kam bereits damals zu dem Schluss das noch in diesem Jahrhundert - genauer genommen wahrscheinlich noch vor Mitte dieses Jahrhunderts es zu einer massiven Eruption in der Yellowstone Caldera kommen wird.

Ear Srping Geyser - nach Jahrzehnten der Ruhe mit einer Eruption

Ear Spring Geyser Yellwostone.jpg

Quelle des Bildes: United States Geological Survey - USGS

Als ich diese Erkenntnis auf Basis der technischen Analyse auf tradesignal zu Anfang des Jahrzehnts veröffentlichte war es allgemeiner "wissenschaftlicher" Konsens, das ein solches Ereignis in diesem Jahrhundert und auch den kommenden Jahrhunderten faktisch so gut wie ausgeschlossen ist.

Inzwischen - Jahre später - hat sich das Bild der sogenannten Experten deutlich geändert - und spätestens seit 2016 ist auch bei Vulkanologen - zumindest in Teilen der Wissenschaftsgemeinde - die Möglichkeit einer massiven Eruption im Yellowstone Supervulkan noch in diesem Jahrhundert nicht mehr ausgeschlossen.

Meines Erachtens liegt die Eruptionswahrscheinlichkeit des Yellowstone in diesem Jahrhundert für ein Eruptionsereignis auf Basis meines Zeitalterations- und Phasenmodells, welches ich für den Supervulkan nach ausführlicher Auswertung seismographischer Parameter vor vielen Jahren gemacht habe bei 100 Prozent. Damit stehe ich ziemlich alleine da - aber genau dieses Resultat liefert mir mein Zeitmodell für den Yellowstone Supervulkan, das nach wie vor Gültigkeit besitzt und durch die Entwicklungen der letzten Jahre in der Caldera zunehmend bestätigt, sicherlich aber bis heute nicht widerlegt wurde.

Das pikante - alle vor mehr als 10 Jahren von mir getroffnen Aussagen sind in der Folgezeit im gro0en und ganzen bislang auch eingetreten und wurden die die reale Entwicklung am Yellowstone Vulkankomplex in den Folgejahren bestätigt. Wer die Grundzüge dieses Zeitalterationsmodells und die im Zusammenhang aufgetretenen Entwicklungen nach vollziehen will der sei auf die nachfolgenden Links und Beiträge der letzten Jahre verwiesen.

https://indextrader24.blogspot.com/2017/06/yellowstone-neuer-erdbeben-peak-in-der.html

https://indextrader24.blogspot.com/2017/06/yellowstone-instabile-lage-halt-neuer.html

https://indextrader24.blogspot.com/search?q=Yellowstone

In diesem Jahr kam es im Februar - als die Märkte kurz darauf crashten - erneut zu einer Serie von Schwarmbeben am amerikanischen Supervulkan. Auf den Zusammenhang von Schwarmbeben und dem Risiko fallender Märkte wurde schon öfters hingewiesen. In diesem Jahr hat sich die Lage am Supervulkan in den USA hingegen weiterhin nicht wie von vielen erhofft entspannt, sondern tendenziell eher weiter verschlechtert - sprich es zeigen sich neue Hinweise für ein steigendes Risiko einer erdgeschichtlich zeitnahen Supereruption des Vulkans noch in diesem Jahrhundert - welches gemäß meines Zeitalterationsmodells sogar innerhalb der kommenden drei Jahrzehnte stattfinden wird.

So sind die Mitte dieses Jahrzehnts neu entstandenen Fumarole nicht unweit des Hotspots am Norris Geyer Basin ein Hinweis auf zunehmende magmatische Intrusionen, was ebenso von den Ausgasungen am Yellowstone Vulkan gestützt wird. Den massiven Erdbebenschwärmen im letzten Jahr, welche über Monate andauerten und entgegen der eigenen Richtlinien die Geologen des YVO nicht dazu nötigte das offizielle Gefahrenlabel für den Yellowstone anzuheben, darf als fataler Fehler angesehen werden, der Ausdruck einer massiven Fehleinschätzung der Gefahrenlage - zumindest im offiziellen Bild - darstellt.

Das man intern - sprich inoffiziell beim YVO und den verantwortlichen Stellen die Gefahrenlage ganz anders sieht - wird in vielen kleinen Aspekten deutlich. So wurden in den letzten Jahren Straßen und Teile des Nationalparkes für den Besucherverkehr gesperrt, weil teilweise der Asphalt an einigen Stellen zu schmelzen begann. Menschen starben in heißen Quellen unvermittelt, die früher kein Problem darstellten.

Nun wurden Teile des Parkes im Bereich Old Faithful gesperrt weil sich unter den Wegen der Besichtigungsrouten für die Geysire Risse gebildet haben und die thermalen Aktivitäten sich verändern und die Gefahren für die Besucher zugenommen haben.

Eindrucksvoll ist dabei der massive und ungewöhnliche Anstieg der Aktivität am Steamboat Geysier im Yellowstone Vulkan, der allein dieses Jahr mehr als 17 mal ausgebrochen ist - also häufiger als jemals in all den Jahren und Jahrzehnten zuvor.

Auch der Ear Spring Geysier in der Caldera, der jahrzehntelang stumm und still war, ist wieder aktiv geworden und weist auf Veränderungen im Untergrund der Caldera hin, die als Hinweis für aufsteigendes Magma gewertet werden können. Zusammen mit der Rissbildung in Teilen des Nationalparkes ergibt sich somit ein Bild, welches bereits im Zeitalterationsmodell von mir zu Beginn dieses Jahrzehntes voraus gesagt wurde.

All diese Details und Entwicklungen unterstützen dabei das damals skizzierte Szenario eines Eruptionsereignis am Yellowstone Supervulkan noch vor Mitte dieses Jahrhunderts. Dabei ist mit Blick auf erdgeschichtliche Zeitdimensionen im Grunde jederzeit eine Eruption am Yellowstone möglich - zumal die Vorlaufzeit von lediglich 10 Monaten, welche nun die Wissenschaft in den Raum gestellt hat, denkbar kurz ist für die Menschheit um sich auf ein solchen Kataklysmus einzustellen.

Mit Blick auf die sich offenbar weiter destabilisierende Lage am Yellowstone Supervulkan, kann vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in diesem Jahr weiterhin keine Entwarnung gegeben werden. Eine Supereruption des Vulkankomplexes mit seinem siliziumreichen und hochexplosiven Magmareservoir erscheint mir zunehmend wahrscheinlich - nicht zuletzt auch weil die vor rund 10 Jahren getroffenen Aussagen zur Entwicklung an der Yellowstone Caldera in meinem Zeitalterationsmodell auf Basis historischer seismischer Entwicklungen bislang in der Folgezeit auch bestätigt wurden.

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