Teil 2 - Wie erlebt man den Durchzug eines Hurrikans in der Dominikanischen Republik - am Boden und was sind die ersten Anzeichen?

in deutsch •  7 months ago

Hola mis Steemians

Das Auge


Und gerade wenn der Sturm seinen absolut Höhepunkt erreicht, lässt der Wind sprunghaft nach und der Himmel beginnt sich aufzuhellen. Der Regen hört urplötzlich auf, die Wolken reissen auf und der blaue Himmel kommt wieder zum Vorschein...

Das vorläufige Ende wie man einen Durchzug eines Hurrikans erlebt, meint man; denn dies ist nur ein kurzer Verschnaufer bis es wieder weiterstürmt...

1 Stunde nach dem Landgang

Der Himmel verdunkelt sich erneut, Sturm, Regen und Wind kehren so extrem stark zurück wie sie kurz vor dem Auge waren. Die Sturmflut geht zwar langsam zurück, aber die gewaltigen Wellen schlagen noch immer ungebrochen mit voller Wucht an Land. Der Luftdruck steigt nun rapide mit 2 Hektopascal pro Stunde (0,058 Inch/Stunde). Der Wind erreicht noch einmal mindestens 45 m/s (165 km/h, 104 mph, 90 Knoten) und riesige schwere Gegenstände krachen nun von der Rückseite des Sturms getrieben in Gebäudeseiten, die sich vor dem Auge noch auf der Wind abgewandten Seite (der sog. Lee) befanden.

6 Stunden nach dem Landgang

Die Regenfluten halten ungebrochen an, nur der Wind lässt nach auf "nur" noch knapp 40 m/s (148 km/h, 92 mph, 80 Knoten). Die Sturmflut geht nun langsam zurück und reisst Trümmer mit auf das Meer hinaus und hinterlässt auch Gegenstände aus dem Meer weit im Landesinnern. Noch immer ist unmöglich draussen zu gehen.

12 Stunden nach dem Landgang

Der Regen fällt jetzt nur noch in vereinzelnden Bändern und der Wind lässt nach jedem Regenband kontinuierlich nach. Die Wolkenuntergrenze steigt wieder an, während der Luftdruck mit rund 1 Hektopascal pro Stunde (0,029 Inch/Stunde) steigt. Der Wind heult aber immer noch fast mit Hurrikanstärke mit mehr als 30 m/s (111 km/h, 69 mph, 60 Knoten) und das Meer ist bedeckt mit Streifen und Schaumflecken. Der Wasserstand geht nun auf normales Hochwasser zurück.

24 Stunden nach dem Landgang

Die tiefen Wolken werden in einzelne Fetzen aufgerissen und die höhere Wolkendecke kommt endlich wieder zum Vorschein. Der Luftdruck steigt mit 0,2 Hektopascal pro Stunde (0,006 Inch/Stunde), der Wind geht rasch zurück auf 15 m/s (56 km/h, 34 mph, 30 Knoten). Die Sturmflut hat das Land nun wieder völlig freigegeben, aber das Meer ist noch immer mit kleinen Schaumkronen und sehr grossen Wellen bedeckt.

36 Stunden nach dem Landgang

Die durchgehende Wolkendecke reisst nun vollkommen auf und die grosse Masse an weissen Schleierwolken verschwindet hinter dem Horizont. Der Himmel ist wieder völlig klar und die Sonne scheint wunderbar. Der Luftdruck steigt und der Wind weht nur noch mit 5 m/s (19 km/h, 11 mph, 10 Knoten). Das Ausmass der Zerstörung ist nun sichtbar. Überall befinden sich umgestürzte Bäume und völlig beschädigte Häuser. Die Luft riecht nach abgestorbenen Schlamm und Pflanzen, die die Sturmflut hinterlassen hat. Alle Warnungen werden nun wieder aufgehoben.

Und das grosse Aufräumen beginnt...


Hier gehts zu weiteren stürmischen Ansichten:

Quelle
Wikipedia


Hasta luego.
mikeCee aka Captain Mike Sparrow the steemian of the caribbean


@limesoda

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Ich hab heute am frühen Morgen bei Wikipedia nachgelesen, weil mir in dem Artikel die absoluten Angaben des Luftdrucks in Hektopascal gefehlt haben. Und ich muß sagen: ich hab mit den Ohren geschlackert! Daß Luftdrücke unter 950 hPa möglich sind, sagt einem im Physikstudium keiner. Und über 300 km/h Windgeschwindigkeiten bei einigen Stürmen - Holla, die Waldfee!
Ehrlich, wie hältst Du das aus?

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haha, zwichen Hektopaskal, Graden und viel Regen gibt es auch immer platz für eine kühle Cerveca (Bierchen) und wie ich schon geschrieben habe, einen direkten Treffer ist sehr sehr selten. wir reden aber von ca. 3-4 Grossen stürmen pro Jahr in den Monaten Juli bis November. Es relativiert sich alles. Dafür 365 Tage Temperaturen um die 25 Grad, türkisblaues meer rund um die Insel, eine Natur sondergleichen, freundliche Leute ,"MEINE FAMILIE" und und. So schnell kriegt mich keiner hier weg!

Alter Schwede!
Da kann man nur sagen: "Kopf einziehen!"
Da bin ich doch froh in den Alpen zu leben, juhuu!!!
Wenigstens was :)

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Wobei es in den Alpen auch deftig abgehen kann...

Meine herren...Mutter Natur zeigt immer wieder, wer an der Macht ist...

Grüße aus dem ruhigen Deutschland

Michael

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Ja da kommt man sich dann ziemlich hilflos vor. Gut verschanzen und das ganze aussitzen. Die Vorwarnungen klappen Gott sei Dank sehr gut hier auf der Insel!

Man kann gegen die Naturgewalten einfach nichts machen. Keiner weis wo es morgen wen trifft. Bemerkenswert in solchen Ländern ist die Kraft der Menschen, sich immer wieder aufzuraffen und voran zu blicken. Klar, etwas anderes bleibt einem in Anbetracht der katastrophalen Zerstörung kaum übrig. Das Leben geht weiter, sofern man es nicht verloren hat.

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von Routine sprechen wäre schon fast Hohn, aber eine gewisse Gelassenheit bringen die Leute mittlerweile schon an den Tag!

Jetzt muß ich mich erstmal erholen; ich habe Teil I und Teil II am Stück gelesen.

Ich bin ganz verwirbelt!

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haha ja das kann schon mal vorkommen. Lieber so als wenn Du wie ich die letzten 3 grossen Stürme mittendrin mit erlebt hättest. Das kann keine Artikel richtig wiedergeben. Die Naturkräfte sind bruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuutal. Ein LKW den es quasi nur ein paar Meter unseres Hauses in die Luft hebt ist nicht grad so lustig....