RE: Ein Mahl zum Verlieben / A meal to fall in love
Guten Abend Heike,
ein tolles Rezept liebevoll zusammengestellt und trotzdem nicht kompliziert und schnell zubereitet, vorausgesetzt: die Bohnen sind vorgekocht oder eingeweicht. Ich kenne das Rezept von meiner Oma aus Kriegszeiten total simpel, da man ja kaum was hatte. Es waren keine Riesenbohnen, die man auch von der türkischen, griechischen, arabischen, etc. Küche kennt, sondern sogenannte Weiße Bohnen, die deutlich kleiner sind, aber im Geschmack sehr ähnlich. Diese waren getrocknet und wurden über Nacht in Wasser eingeweicht, so daß sie in ca. 30 bis 45 Minuten gar gekocht waren. Dazu kamen noch gewürfelte Kartoffeln und Möhren, sowie gedünstete fein gewürfelte Zwiebeln und Bohnenkraut, so man hatte. Pfeffer war meist Mangelware, aber wenigstens Salz und ein bißchen Margarine gab es meistens.
Diese im Vergleich abgespeckte Variante liebe ich immer noch, werde aber die Merry Me - "Haute Cuisine" bestimmt mal ausprobieren. Chili con Carne geht auch ein bißchen in die Richtung.
Hach - Weiße Bohnen kenne ich natürlich auch, aber die gingen bei der Oma ganz anders. Süß-sauer-scharf, irgendwie auf schlesisch-pommersche Art...
Liebe Heike,
das Hach liest sich etwas ungehalten. Du glaubst doch nicht, daß ich glaube dir etwa zu weißen Bohnen erläutern zu müssen. Aber es lesen ja auch noch andere in deinem Post. Was ich eigentlich noch sagen wollte : Mich nervt, daß viele profane Sachen aus Mode, Freizeitsport, Küche usw einem als neu, super "verkauft " werden, indem sie mit einigen englischen amerikanischen Ausdrücken aufgemotzt werden. Oder denk ich da falsch, zu hausbacken, zu spießig ....Ich habe allerdings auch noch im Hinterkopf: Deutscher sprich Deutsch hihi.
Nicht doch, gar nicht ungehalten. Nostalgisch! Habe ich ewig nicht mehr dran gedacht, an Omas weiße Bohnen. Steht jetzt auf der To-do-Liste ;-))
Was die Sprache angeht - ich mag die deutsche Sprache sehr; sie bietet viele Möglichkeiten, die in anderen Sprachen nicht funktionieren. Sie kann sachlich sein und lyrisch und verspielt und präzise. Denglisch ist da eindeutig ein Übel! Der Wandel der Zeit bringt es jedoch mit sich, daß es einige englische Wörter gibt, für die einfach keine deutsche Entsprechung passen will. Denke z.B. an Blues, Jeans, online-Shop oder Speedway... Im Vergleich zu "verordneten" Reformen empfinde ich das als organische Veränderung einer Sprache. Schön? Nicht immer. Aber auch kaum zu vermeiden...