RE: "Menüangst" / "Menu anxiety"
ufff schwerer Tobak, meine Liebe wa sich da lese, aber ja ich kann das nur unterschreiben das ist was ich um mich herum wahrnehme -wenn ich in D unterwegs bin- in Spanien, Italien oder Frankreich ist mir das noch nicht wirklich aufgefallen, scheint also eher ein nördlicheres Problem zu sein.
Schlimm wenn jemand nicht mal in de rLage ist sich etwas vernünftiges zu Essen zu bestellen, mag ja den hohen Anteild er Fastfood yogis in D erklären Bildchen klicken und wird gleifert, ode rüber die Theke gereicht -verbale Kommunikation fast Null- der Lerneffekt hierbei dürfte äußerst negativ sein.
Ich kenne vorsichtiges Verhalten von Menschen die nicht gerade als extrovertiert eingestuft werden können, die Schüchternheit wird anerzogen das liegt nicht an den Leuten selbst zumindest nicht nur, denn die ändern sich ja auch im Laufe ihres Lebens genau wie ihre Essgewohnheiten -aber ohne lernen geht eben nix im Leben-.
Aber jetzt mal zur Ehrenrettung dieser Generation sie sind nicht alle so, sie sind lernfähig aber nicht immer lernwillig, das gilt aber auch für andere Generationen.
Ich habe hier gerade als alter Sack mal wieder das Vergnügen zwei extrem unterschiedliche Truppen (eine aus dem Projektbereich und die andere aus einem Industriebereich) aufeinander abzustimmen um für unsere Kunden ein vorhersehbares Ergebnis zu bekommen Dieser Weg ist genauso steinig wie der den Du da im Post beschreibst, und nicht einer stammt aus der beschriebenen Generation sondern aus den beiden davor. Dort gibt es ständig Ängste Fehler einzugestehen man könnte das ja negativ auslegen und so muss ich anstatt meinen Kunden bei der Kaufentscheidung zu begleiten erstmal den Hersteller und seinen Vertieb mit der Nase auf ihre Unzulänglichkeiten, die falschen Berechnungen etc. hinweisen, Gebetsmühlenartig Formelüberarbeitungen anmahnen, auf Schreibfehler und Logikprobleme deuten.
Es ist wie im Kindergarten nur das diese Leutchen alle über 30 und teilweise locker über 50 oder 60 sind, brilliant in ihrem kleinen Bereich aber nicht lebensfähig in der großen weiten Welt und schon gar nicht in der Lage ein zu Ende entwickeltes Produkt zu vermarkten geschweige denn die dazu gehörige Firma zu steuern und am leben zu halten. Der Don ist immer der Böse weil er kritisiert, Fragen stellt, und wieder hinterfragt, korrigiert obwohl er ja doch gar keine Ahnung hat -hinterher höre ich aber dann immer hinter vorgehaltener Hand das die Fehleranalyse wohl sehr exakt war und man inzwischen an einer Lösung arbeite, Dankeschön oder das Eingeständis der Fehler ach quatsch wo denkt ihr hin, aber schaun wir mal wo es hinführt ;)
Das heißt im Klartext es ist sicherlich kein reines Generationsproblem was Du da gefunden hast, es gaht auch anderen so nicht nur mit der Speisekarte, wobei es da sehr auffällig ist, es gab schon mal irgendwo ne Studie die gesagt hat eine Speisekarte mit 3 Menue´s würde mehr umsatz machen als eine mit 25, das liegt natürlich auch daran wie die Gesellschaft aufgestellt ist wenn ausgehen oder auswärts essen gehen nicht zum Standard gehört wie soll man dann wissen was da alles drauf steht denn daheim gibts ja nur Nudeln mit Tomatensoße, Spiegeleier oder Kartoffelsalat, woher sollte sojemand wissen was ne Forelle Müllerin ist, oder ein Cordon Bleu, da wirds ja schon mit dem Wiener Schnitzel schwierig, aber Hauptsache unseren Politikbonzen geht es allen gut die sind wenigstens so ungebildet und dumm wie sie im allgemeinen sind wenigstens in der Lage mit Messer und Gabel zu essen, ob sie immer verstehen was sie essen bezweifle ich ;)
Natürlich sind da auch die anderen, deswegen bin ich ja so entsetzt: im direkten Umfeld sind die Leute klar und schütteln ebenso mit dem Köpfchen, wenn sie das lesen. Aber das ist klein und überschaubar - Filterblase halt.
Und mir ist bewußt, daß ich eben mit dem überwiegenden Teil der Leute nix zu tun habe. Wenn sich dann jemand hinstellt und wissenschaftlich untersucht, wie die mehrheitlich ticken und DAS kommt dabei heraus, will ich weg. Ganz weit. Mars oder so.