Bokeh-Bälle am Hafen

Den meisten Fotografen ist der Begriff Bokeh geläufig. Es ist ganz einfach die Bezeichnung für einen unscharfen Hintergrund. Bei Portrait-Aufnahmen wird dieser Effekt gerne benutzt, weil so das Hauptmotiv klarer im Vordergrund steht.

Befinden sich bei so einer Aufnahme kleine Lichter im Hintergrund, dann verschwimmen sie zu unscharfen Flecken, den sogenannten Bokeh-Bällen. Im Studio werden sie meistens dadurch erzeugt, dass man eine Lichterkette in den Hintergrund hängt.

Na ja, Kinderkram. Wer braucht schon eine Lichterkette, wenn man einen Containerhafen mitten in der Stadt hat.

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Am rechten Bildrand seht ihr eine langgezogene Lichtlinie. Da ist mir irgendein Boot ins Bild gefahren. Im Hamburger Hafen ist halt immer viel los. Eine Langzeitaufnahme ohne ein verzogenes Licht ist nur mit vielen Versuchen zu bekommen.

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Ein Fotomodell hatte ich gerade nicht zur Hand. Habe ich nie, um genau zu sein. Da aber die Weiden tatsächlich schon Kätzchen ausbilden, hatte ich außer Steinen doch noch ein zweites Vordergrund-Motiv zur Auswahl.

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Lässt man den Vordergrund weg, bleibt als Bildmotiv nur noch ein abstraktes Lichtspiel übrig.

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Zugegeben, das war eine Fehlbelichtung. Eigentlich sollte das Bild anders werden. Von dieser Sorte habe ich gestern noch mehr verzapft, zum Beispiel das folgende etwas pastellige.

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Alle Bilder habe ich mit der Pentax KP und dem DA 55-300 WR aufgenommen.

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