Private Blockchains machen "keinen Sinn"

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Bitcoin (BTC)-Entwickler Jimmy Song erklärte in einem Interview mit Laura Shin, dass die Verwendung von Blockchain-Technologie für ein privates, zentralisiertes System, wie ein Unternehmen, "keinen Sinn macht".
Na zum Glück haben wir wieder jemanden auf unsere Seite, der genauso wie ich und zum Beispiel auch Tone Vays und wenig andere Kryptoinvestoren und Entwickler, versteht warum solche privaten "Blockchains" dasselbe sind wie eine mehrfache Kopie von einer Excel Tabelle / Datenbank wo alle Daten gespeichert werden und die halt von allen öffentlich einsehbar ist. Schauen wir mal was er zu sagen hat:
Song, der auch ein Risikokapital-Partner bei Blockchain Capital ist, sprach im Podcast Unchained über seine zweijährige Arbeit als Architekt an einer privaten Unternehmens-Blockchain bei Paxos und erklärte, dass er eine private Blockchain "nicht machen konnte": "Jedes Mal kam ich auf dasselbe Ergebnis. Man hat irgendwo einen zentralen Punkt des Scheiterns und in diesem Fall macht eine Blockchain keinen Sinn. Ich habe mich so sehr bemüht. Ich wollte das schaffen, aber konnte keine Möglichkeit finden, das zu tun, ohne einen großen Teil davon zu zentralisieren. Und da verliert das irgendwie seinen Sinn."
Da bin ich halt auch komplett der gleichen Meinung. Warum sollte man auch als zentrales Unternehmen, das nur rein auf Gewinn aus ist, seine Machtposition abgeben in dem man zulässt, das jeder Mensch da draußen einen Node dieses Systemes (was zum Teile einer echten Blockchain beiträgt) laufen lassen kann und man selbst weniger als 50% der Server betreibt? Kein Unternehmen das Profit machen will wird dies zulassen und dadurch ist das ganze auch keine Blockchain sondern eben ein zentral betriebenes System.
Song erklärte dann den Unterschied zwischen einem föderierten System für Blockchain und erwähnte dabei Blockstream, sowie andere private Unternehmens-Blockchains wie Hyperledger von IBM und Corda. Laut Song gibt es zwei Probleme, die die Funktionalität der Technologie behindern: "Das Orakelproblem und das Regulierungsbehördenproblem."
Das "Orakel-Problem" entsteht, wenn man einen realen Vermögenswert an die Blockchain bindet:
"Sobald Sie das tun, verlieren Sie eine Menge Schutz, den Sie erhalten, wenn beispielsweise der Goldbarren im Tresor liegt. Wenn jemand diesen Token stiehlt, wem gehört dann dieser Goldbarren?"
Beim "Regulierungsbehördenproblem" nimmt er dann die Hyperledger-Plattform als Beispiel für das Problem der Zentralisierung und erklärt, dass ihr "Bestellservice" eigentlich ein zentraler Punkt ist, der bestimmt, welche Transaktionen zur Blockchain hinzugefügt werden.
Diese zwei Probleme habe ich zugegeben selbst auch noch nie so betrachtet, aber ich muss ihm absolut recht geben. Ich habe wieder einmal viel von diesem Artikel hinzugelernt und ich hoffe ich habe auch euch wieder etwas zum Nachdenken anregen können. Am Ende muss ich allerdings wieder einmal sagen, dass mich dieses Interview auch in meiner Sicht bestärkt hat und mir wieder einmal zeigt, dass solche privaten, fake "Blockchains" einfach keinen Sinn ergeben.
Source: Cointelegraph
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Vielen Dank @greece-lover für den geilen Support. 😅👍
Wow übrigens vielen herzlichen Dank für die Upvotes.
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