Datenbanken: Das interne Modell
Nach der Erstellung des konzeptuellen Schemas muss festgelegt werden, in welcher Form die jetzt logisch beschriebenen Daten auf den Speichern abgelegt werden und welche Zugriffsmöglichkeiten auf diese Daten bestehen sollen.
Zur Ausführung dieser Aufgabe benötigt der Datenbankadministrator Informationen über die Häufigkeit von Anwendungen, von Zugriffen auf Objekte, usw.
Der Datenbankadministrator muss eine physische Datenorganisation entwickeln, so dass die im konzeptuellen Schema beschriebenen Objekte ableitbar sind, und zwar so, dass die Aufgaben der Benutzergemeinschaft insgesamt „gut“ erfüllt werden können. Die gewählte physische Datenorganisation wird im internen Schema beschrieben. Das interne Schema enthält also alle Informationen über den Aufbau der abgespeicherten Daten, die Speicherung der Daten, die Zugriffspfade, usw.
Das interne Schema muss genaue Festlegungen zu folgenden Punkten enthalten:
- Repräsentation von Attributwerten
- Aufbau gespeicherter Sätze
- Zugriffsmethoden auf Sätze
- zusätzliche Zugriffspfade (Indexe)
Beispiel
Der einfachste Fall ist, wenn alle Datensätze absteigend nach dem Primärschlüssel sortiert gespeichert werden. Um einen Datensatz D zu suchen, wird neben diesen Daten ein Index gespeichert.
Index = Primärschlüssel und Block-ID

Abbildung: physische Datenorganisation
In den meistens verfügbaren Datenbanksystemen sind immer eine Reihe von Entwurfsentscheidungen vorweggenommen. Beispielsweise stehen häufig für die Realisierung von Beziehungen nur ganz bestimmte Möglichkeiten zur Verfügung, oder es gibt nur eine beschränkte Auswahl von Zugriffsmöglichkeiten auf Datensätze, usw.
In den Transformationsregeln konzeptuelles/internes Schema wird die Beziehung zwischen den physisch abgespeicherten Feldern, Sätzen usw. und den Objekten des konzeptuellen Schemas definiert. Dazu werden Vorschriften benötigt, die für jedes Objekt des konzeptuellen Schemas angeben, wie die dazugehörige Information aus den abgespeicherten Daten erhalten wird. Muss zur Verbesserung des Systemverhaltens die physische Datenorganisation verändert werden, so müssen diese Transformationsregeln ebenfalls verändert werden. Das konzeptuelle Schema bleibt von Änderungen auf der internen Ebene unberührt.
Quelle
http://www.uobabylon.edu.iq/uobColeges/ad_downloads/5_25125_38.pdf