Aufrüstung des Computers beendet!
Ich hatte in einem früheren Beitrag einen besonderen Power-Up angekündigt, also einen der sich weniger auf Steem-Power bezog 😊:
Startschwierigkeiten
Wie so oft, decken sich "theoretische" Überlegungen nicht mit den praktischen. Die Aktion war dann doch mit etwas mehr Aufwand verbunden als vorher gedacht.
Ein erster Anlauf Ende letzten Jahres ist ins Stocken geraten, da ich zu dem neuen Mainboard nicht die passenden Monitorkabel hatte. Es sind nur noch DisplayPort- und HDMI-Anschlüsse vorhanden, und ich hatte ausschließlich DVI-Kabel…
Im Zuge dessen habe ich mich dann auch noch für eine neue SSD (also als Massenspeicher) entschieden. Ursprünglich wollte ich das alte Betriebssystem und alle Programme einfach mit der neuen Hardware weiternutzen. Bei näherer Betrachtung habe ich davon Abstand genommen, da mit der Zeit das System schon allein durch Updates, Installationen, Deinstallationen etc. träger wird. Die Gelegenheit war also günstig, mal das ganze System neu aufzusetzen.
Wahrscheinlich war das auch der Grund, warum ich die Umsetzung vor mich hergeschoben habe… Der PC muss funktionieren, da ich ihn auch für das Homeoffice benötige.
Mainboard und Prozessor
Zunächst also muss der Prozessor mit dem Mainboard verbunden werden. Der Prozessor ist ja das Herzstück des ganzen Computers; wenn man so will der Computer himself 😉
Insofern ist hier Vorsicht beim Einsetzen angesagt, damit die kleinen Füßchen nicht verbiegen…
Wenn die Entriegelung am Sockel geöffnet ist, rutscht der Prozessor fast in den Sockel hinein. Druck ist hier nicht erforderlich. Verriegelung wieder verschließen ... und fertig.
Arbeitsspeicher und SSD
Bevor der (Monster)-Kühler draufkommt, werden noch weitere kleinere Teile montiert. Man kommt sonst nachher nicht mehr so richtig ran.
Das Einsetzen des Arbeitsspeichers ist leider etwas fummelig. Man muss zunächst die seitlichen Einraster auseinanderklappen und dann von oben den Speicherriegel einsetzen. Die Seiten kann man dabei nicht vertauschen, da sich auf der Unterseite eine asymmetrisch angeordnete Kerbe befindet.
Die SSD wird im Gegensatz zur herkömmlichen Festplatte nicht mehr in den Gehäusekäfig verbannt, sondern direkt auf dem Board montiert. Geschraubt wird immer noch, aber jetzt nur noch an einer Seite. Die andere Seite wird in den entsprechenden Sockel eingesteckt. Dem Mainboard lag noch ein SSD-Kühler bei. Den könnte man noch aufkleben, ist aber für meine Anforderungen nicht erforderlich.
Prozessor-Kühler
Für den Prozessorkühler muss man richtig anpacken.😊 Das Ding ist so schwer, dass erst einmal eine ordentliche Halterung angeschraubt werden muss. Sonst reist das Ding den Prozessor-Sockel aus dem Mainboard… Ich wollte einen leisen Rechner haben, insofern braucht es viel Kühlerfläche, damit sich nicht zig Lüfter drehen.
Auf dem Prozessor wird etwas Leitpaste aufgetragen, damit die Wärme auch möglichst effektiv vom Prozessor auf den Kühler übertragen und von dort abgeleitet werden kann.
So vorbereitet wird dann der Kühler aufmontiert und festgeschraubt. Ich habe beim Festschrauben immer Bedenken. Wenn man zu wenig anzieht, liegt der Kühler möglicherweise nicht richtig auf. Schraubt man zu fest… kommt ab… ihr kennt das bestimmt. Also mit Gefühl bitte! 😊
Endmontage und Software
Jetzt sind die wesentlichsten Teile also montiert. Das ganze mittlerweile schwere Mainboard wird nun in das Gehäuse eingesetzt und angeschlossen.
Der Chipsatz auf dem Board musste noch ein Update erfahren, damit der Prozessor erkannt wird und überhaupt bootet bzw. startet. Dann sind noch einige Einstellungen im BIOS vorzunehmen, damit der Rechner möglichst leise arbeitet.
Die Installation des Betriebssystems lief sehr unkompliziert ab. Programme werden nach und nach installiert, je nach Notwendigkeit. Nur die wichtigsten Programme, wie Office etc., müssen gleich rauf, damit ich die laufenden Sachen erledigen kann.
Ich bin nun also hardwareseitig wieder auf dem neuesten Stand und habe somit erst mal wieder ein paar Jahre Ruhe, was Neuinstallationen angeht… schnell auf Holz klopfen. 😉
Fotos: moecki
Na, das hört sich doch jetzt nach einem recht POWervollen Maschinchen an! Und nach einer wunderbaren Bastelarbeit - wohl eine Mischung aus Puzzlen und Klöppeln... ;-)
Viel und gern auch lange Freude an der neuen Wunderkiste,
LG Chriddi
Für meine Zwecke ist er schon gut ausgestattet. Es ginge aber noch mit deutlich mehr Power. Ich brauche aber z. B. keine besondere 3D-Grafik oder den schnellsten Prozessor. Dafür müsste man einerseits noch mehr investieren und andererseits fräße er nur zusätzlich Strom, obwohl ich die Leistung überhaupt nicht nutzen würde.
Die Bastelarbeit ist auch das, was mich am meisten reizt... und man bleibt - technisch gesehen - am Ball :-)
Hallo Moecki der Kühler sieht scharf aus so als wenn er noch eine Pumpe benötigen würde um Kühlmittel durch das System zu pumpen hast Du dir das Wissen angeeignet , learning by doing , oder beruflich damit zu tun ? Mich würde mal interessieren was das ganze 💻 Verjüngeren gekostet hat?
VgA
Der Kühler sieht wirklich ziemlich wuchtig aus. Zum möglichst passiven (also mit wenig Lüftern) Kühlen wird aber viel Kühlerfläche benötigt. Die dicken Streben am Kühler leiten die Wärme in die einzelnen Lamellen und von dort pustet ein leiser Kühler die warme Luft zum hinteren Ausgang des Gehäuses.
Kühlmittel benötige ich nicht. Eine Wasserkühlung wäre in dem System auch nicht notwendig, dafür wird nicht genug Wärme produziert :-)
Die neuen Teile haben rund 600 Euro gekostet. Der Bauvorschlag kam ja von der c't und kann man vorher gut abschätzen, wie leise oder leistungsstark der fertige PC dann ist. Bei Standard-PCs muss man meist Kompromisse eingehen oder teuer zukaufen... Außerdem reizt mich, wie oben schon geschrieben, die Bastelarbeit.
Damit ist im Grunde auch schon deine andere Frage beantwortet. Die Themen Computer, Programmierung, Elektronik etc. begleiten mich schon seit meiner Jugend. Da hatte ich mir von meinem Jugendweihegeld den ersten Computer (zu DDR-Zeiten) gekauft und damit programmiert (wie man den Zauberwürfel lösen kann :-)).
Fast hätte ich auch eine Ausbildung im EDV-Bereich begonnen, aber dann kam die Wende dazwischen, und es hat sich dann leider zerschlagen.
Ich fing später ein Studium an der Fernuni Hagen Informatik an. Das Vordiplom habe ich sogar geschafft. Leider musste man in dem Studiengang ein Nebenfach belegen. Zuerst hatte ich mich für Mathe entschieden, aber das war mir dann doch eine Nummer zu theoretisch, obwohl mir das schon Spaß macht. Dann wechselte ich - eher widerwillig - zu BWL. Das ging bis zum Vordiplom auch ganz gut, aber danach ... naja, die Themen haben mich einfach nicht angesprochen (dieses mehr Geld, mehr Effizienz, mehr irgendwas...). Also brach ich das Studium ab. Im Hinblick auf die Informatik tat mir das Leid. Aber es machte halt insgesamt keinen Spaß mehr. Und das war ja der Hauptgrund, warum ich das überhaupt angefangen hatte.
Insgesamt bleibe ich den Interessen aber treu. Ich lese also immer noch viel und lerne dabei. Programmiere und baue das, was mir Spaß macht. Mit den Möglichkeiten auf der Chain haben sich da sogar noch neue Felder ergeben...
Aber (leider) sind das ja nicht meine einzigen Interessen, so dass die es manchmal knapp wird mit der Zeit... aber solche Sachen am PC lassen sich im Winter besonders gut machen, da dann im Garten oder am Haus nicht so viel anliegt...
Toll, ich habe leider nur zwei Laptops, die müssen für alles herhalten. Scheitern tut es schon am Platz, aber eines Tages wird auch bei mir richtig aufgerüstet.
Viel Spaß mit der Maschine!
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