Was ist Cloudmining?
Bei Cloudmining kauft man sich Mining-Anteile bei einer externen Mining-Farm, bei der dann die Hardware steht und von diesem Unternehmen gewartet und betreut wird. Die Anmeldung dazu ist je nach Anbieter recht simpel auf dessen Seite vorzunehmen. Neben einer Maildresse und einem selbst zu wählenden Passwort braucht man noch eine entsprechende wallet, auf die die Auszahlungen des Minings transferiert werden können.
Danach kann man ein entsprechendes „Paket“ erwerben, das je nach Größe unterschiedliche Hashpower („Miningleistung“) darstellt. Die Hashpower wird dabei in Hashes pro Sekunde angezeigt H/s. Da diese Ausgangs-Einheit allerdings recht klein ist, gibt es die Umrechnungen wie folgt:
1 kH/s = 1.000 H/s
1 MH/s = 1.000 kH/s = 1.000.000 H/s
1 GH/s = 1.000 MH/s = 1.000.000 kH/s = 1.000.000.000 H/s
1 TH/s = 1.000 GH/s = 1.000.000 MH/s = 1.000.000.000 kH/s = 1.000.000.000.000 H/s
Hat man also ein solches Paket gekauft, dauert es je nach Anbieter einige Zeit, bis dort die Geräte installiert sind. Dann kann man die Einnahmen aus dem Mining in seinem Konto beim jeweiligen Anbieter verwalten, die Gewinne einsehen und sich ggf. weitere Hashpower zukaufen.
Nachteile:
- genaue Recherche notwendig, einen seriösen Anbieter zu finden
- Hardware gehört einem nicht selbst
- das Mining - Unternehmen verlangt pauschal Gebühren für die Wartung und Instandhaltung der Anlagen
Vorteile:
keine eigene Anlage nötig
spart daheim Platz, kein Lärm (Anlage steht beim Mining – Unternehmen)
das Mining - Unternehmen erzielt durch bessere Konditionen einen Viel höheren Gewinn:
- günstigere Strompreise
- durch eine hohe Anzahl von Anlagen eine kostengünstigere Betreuung
- Durch die hohe Anzahl von Anlagen effektiver im Finden neuer Blöcke
- je nach Vertrag beliebige Menge an Power zu kaufen (ein Antminer S9 kostet ca. 3000€)
- kein tiefgründiges Wissen über Einrichtung und Instandhaltung der Miner erforderlich (wird vom Unternehmen alles
konfiguriert und betreut)
Am häufigsten findet man bei allen Anbietern das Bitcoin-Mining. Daneben gibt es aber auch manche Anbieter, die neben Bitcoin auch noch andere Coins zum Minen anbieten, wie Ethereum, Litecoin, Monero, Dash oder Zcash.
Der Bitcoin wird nach dem sogenannten SHA 256- Algorithmus gemint, die entsprechende Hardware dazu kommt z.B. von Bitmain mit dem aktuellen Antminer S9.
Aufgrund der rentable Profite in diesem Bereich sind allerdings derzeit viele Anbieter ausverkauft, wie z.B. Genesis Mining.
Anbieter, zu denen es bisher sehr gute Erfahrungen gibt, sind z.B.
Genesis, Anlagen in Island, Büro in Hongkong (ist aber leider derzeit ausverkauft)
oder
Bitcoinvest GmbH, Anlagen in Island, Büro in Deutschland
Ein weiterer, bekannter Anbieter ist Hashflare, von dem ich aber aufgrund der stetig steigenden Mining-Schwierigkeit abraten würde. Vor allen Anfang Februar hat sich gezeigt, dass dort bei niedrigem Bitcoin-Preis die Wartungsgebühren die täglichen Einnahmen zu einem großen Teil auffressen.
Da im Bereich Mining ein immer größerer Wettberwerb entsteht, werden in naher Zukunft nicht mehr rentable Anbieter ihren Betrieb einstellen müssen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es bei Hashflare eng wurde, während bei Genesis und Bitcoinvest die Einnahmen weniger abgesackt sind.
Zudem ist die Laufzeit bei Hashflare auf 1 Jahr begrenzt, was bei den anderen beiden Anbietern nicht der Fall ist. Dort sind die Verträge lifetime.
Was haltet ihr von Cloudmining und kennt ihr weitere seriöse Anbieter?
Ich Mine lieber selber per Solar
Nicht schlecht, der Litecoin ;)
Lohnt das überhaupt, wenn das nicht 24/7 läuft?
Wer sagt das nicht 24/7 läuft dafür habe Akku gebaut aus Litium 18650 Zellen Mondlander 2 Schaffen 5 Mega Hasch bei ca 5 Watt 4 Stück Akku packt knapp 1kw
Achso, na dann.
Kennst du das Projekt von Envion, die wollen ja mobile Mining-Units bauen, die man dorthin transportieren kann, wo der Strom am günstigsten ist, u.a. auch an Solarfelder und dort Energieüberschüsse nutzen. Meiner Meinung nach ist das Konzept schon eine einfallsreiche Idee, aber im Endeffekt auch recht teuer, da eben die zusätzlichen Kosten für Speicherung der Energie, Transportkosten der Container und Überwachungskosten recht hoch sein werden.
Ja aber mir Aufwand nicht wert habe alles Geschenk bekommen 320 Watt Panel Akkus auch vom Schrotplatz gratis
Danke für den Interessanten Artikel!
Hört sich nach einer spannenden Art von Investment an.
Wie sind hier die Renditen?
Also könntest du hier mal eine Beispielrechnung aufmachen? Hast du schon erfahrungen gemacht?
Cheers!!
Hallo und vielen Dank für den Kommentar!
Die Renditen variieren natürlich sehr stark durch die Mining-Schwierigkeit im Netzwerk (Difficulty) und den BTC-Preis, daher sind genaue Vorhersagen ziemlich schwer zu treffen.
Aktuelle Rechnung für Bitcoinvest, wann man den ROI hätte (Return of Investment, also das eingezahlte Geld wieder drinnen hat) z.B. bei Investments von:
100$ = 310 Tage ROI
500$ = 259 Tage ROI
1000$ = 207 Tage ROI
Also je höher das Investment ist, desto günstiger wird die gekaufte Rechenleistung pro Einheit. Das ist auch bei Genesis so. Bei Genesis gibt es die Pakete, die auf bestimmte Hashpower fixiert sind, z.B. 1.000 GH/s oder 5.000 GH/s, bei Bitcoinvest kann man beliebige Mengen kaufen.
Über den ROI bei Genesis kann ich leider nichts genaues sagen, da die alle Verträge ausverkauft haben, theoretisch könnte man das bei bekannten Mining-Rechnern mal testen, z.B. cryptocompare.
Die Beliebtheit von Genesis kommt eher daher, dass dieser Anbieter schon sehr lange existiert (für Bitcoin-Verhältnisse), nämlich seit Ende 2013 und sehr transparent ist. Daher ist Genesis auch ziemlich bekannt - und eben ausverkauft.
Bitcoinvest gibt es seit Sommer 2016 und ist auch aufgrund des sparsamen Marketings weniger bekannt. Dafür als GmbH in Deutschland registiert.
Bei beiden Anbietern sind die Bitcoin-Verträge lifetime, wobei lifetime im Mining heißt, dass sie so lange laufen, wie Mining lohnt. Bei Hashflare laufen die Verträge, wie im Artikel erwähnt, nur 1 Jahr, in dieser Zeit muss man das Investment wieder reinholen, sonst macht man Verlust. Ein Jahr bei aktuellen Verhältnissen halte ich für sehr riskant, weswegen ich zu Hashflare derzeit absolut nicht raten kann.
Zudem werden die Verträge bei Hashflare nach 21 Tagen anulliert, wenn die Wartungskosten über 21 zusammenhängende Tage die Einnahmen übersteigen. Dann könnte es theoretisch sein, dass man am 01.04.2018 für 1000$ Hashpower gekauft hat, die Erträge sinken kurz danach ab, weil der Bitcoin sinkt und nach 21 Tagen ohne Gewinn wird der Vertrag annulliert - Geld komplett weg.
Das steht in den AGB:
"5.5. The Mining process continues until said mining is profitable. This means the Mining process will stop if the Maintenance and Electricity Fees will become larger than the Payout. If mining remains unprofitable for 21 consecutive days the Service is permanently terminated (Hashrate type specific). During the consecutive 21 day period, Payouts and Fees will also be temporarily stopped. If during the suspension period, the Contract-related mining factors (such as the exchange rate and mining difficulty) that are outside of HashFlare’s control will change favorably, making mining profitable again, the Service will be unsuspended and contracts reactivated. "
Derzeit ist Hashflare von diesem Szenario allerdings noch weit weg.
Wow Danke dir für diese Wirklich ausführliche Erläuterung :). Das ist ja schon fast ein weiterer Post! Wenn du das noch ein bisschen ausbaust dann wird das ja evtl. einer.
Das mit Hashflare klingt ja gefährlich ... solche AGB's sind doch eigentlich in Deutschland verboten, da es eine überraschende Klausel ist oder?
Cheers!
Danke, vielleicht gibt es irgendwann sogar einen Artikel darüber.
Hashflare ist bei solchen Sachen ziemlich robust, die haben auch voriges Jahr im Herbst die Verträge, die vorher alle lifetime waren, einfach mal so auf 1 Jahr begrenzt, das muss man sich mal vorstellen...
Bei solchen Cloudmining-Verträgen läuft das ja so: am Anfang investiert man einen Betrag und dann muss man das investierte Geld erst einmal wieder rein holen (return of Investment, ROI). Allein dieser Zeitraum, bis man das Geld wieder drin hat, dauert derzeit ca. 250 -300 Tage, erst danach macht man Gewinn. Wenn jetzt der Vertrag, der eigentlich unbeschränkt laufen sollte, nun auf 365 Tage beschränkt ist, ist meiner Meinung nach das Risiko, damit baden zu gehen, sehr hoch. Reibach macht da nur Hashflare, nach einem Jahr können sie die Verträge gegen frisches Geld wieder anderen andrehen ^^
Was auch noch geil ist: das Auszahlungslimit der Mining-Erträge liegt derzeit bei ca. 350 Euro...
Und dann halt noch die Sachen mit den 21 Tagen...
Was man da rechtlich machen kann weiß ich nicht, die haben ihren Firmensitz offenbar in Estland und im Bereich Krypto ist das ganze sowieso ziemlich unreguliert.
Über den Teil mit den Verträgen, dass die nach einem Jahr neu vergeben werden und was eine Lösung sein könnte, schreibe ich demnächst einen Artikel, der ist schon in Vorbereitung. Bzw. eine generelle Lösung, dass man bei Cloudmining erst einmal Geld bezahlen muss und dann erst nach dem ROI Gewinne erzielt.
Schöner Artikel!
Genesis ist wirklich gut. Ich mine da "ZEC".
Liebe Grüße

bitcoin.news
Ja, da hast du recht, leider gibt es nur wenige seriöse Anbieter in diesem Bereich...
Demnächst kommen noch ein paar Recherche Artikel über andere Anbieter, die sich derzeit mehr oder weniger vielversprechend in der ICO-Phase befinden ^^
Ich bin da eher auf die ersten Quantencomputer und das darauffolgende Minen gespannt!
Trotzdem sehr interessanter Artikel.
Grüße :)
Hmmm, das dürfte ja zum Glück noch seeehr lange dauern ^^
Aber spannend wird es sicher, natürlich nicht für die Mining-Unternehmen...
Mit einen qauntencomputer wäre Mining auf neuen Level würde Hash so schnell raus bekommen denke unter sec liegt daran das normale Computer / Chips nur 0/1 können und beim qauntencomputer gibs Zeichen Sache halbe Bits und so zeugs kann mein CPU / GPU bestehen aus Transistoren geht nur an oder aus nicht beides gleichzeitig was beim qauntencomputer möglich