Endlichkeit in allem...
Vor mir liegt ein weißes Blatt,
der Stift schwebt über dem Papier,
unsicher, wo er anfangen soll,
zitternd, ob der unzähligen Möglichkeiten.
Vor genau vier Monaten riss mein Sicherheitsnetz,
eine Gewissheit zerbrach, die nie in Frage gestellt wurde.
Ein Loch entstand, das niemand je füllen wird,
keine Hoffnung, kein Glaube, kein Gott, kein Mensch.
Aber du warst da und hast mich aufgefangen.
Mir eine Sicherheit gegeben, wo ich vorher immer wieder zweifelte.
Mich angeschaut und mich gesehen.
Mich festgehalten und trotz allem mit mir gelacht.
Keine zwei Wochen später riss das Netz erneut.
Ich war noch am fallen und nahm nun an Geschwindigkeit zu.
Immer schneller der Hölle entgegen. Ein silberner Tropfen,
ganz fein, hielt mich am Leben bis auch dieser verdunstete.
Lange schwebte ich über dem Abgrund, verzweifelnd,
nirgendwo Halt findend, aber es durfte nicht ewig so gehen.
Das ist kein Leben. Es mußte wieder gefunden werden.
So zieht der Stift über dem Papier seine Kreise in der Luft.
Ich liebe dich für die Zeit, die du mir geschenkt hast.
Ich hasse dich dafür, dass du sie beendet hast.
Ich hoffe, dass Du glücklich bist.
Ich hasse dich dafür, dass du es nicht mit mir warst.
Ich verstehe, dass auch ich nicht immer glücklich mit dir war.
Und ich hasse mich dafür, dass ich mein Glück von dir abhängig gemacht habe.
So liegt jetzt immer noch diese weiße Papier vor mir, ein Blatt oder zehn,
und ich weiß immer noch nicht, womit es zu füllen.
Doch ich weiß, es füllt sich, jeden Tag ein bisschen,
ob ich will oder nicht. Aber wenn ich will,
dann wird es bunt.
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Tut mir leid, das du so eine schwere Zeit hast und direkt 2 Menschen so nah beieinander dich verlassen haben. Ich bin mir sicher, mit der Zeit wirst du wieder zu dir finden, wieder Kraft tanken und deinem Leben eine neue Richtung geben können, die dich erfüllen kann.
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