RE: How does money work, mommy?
Moral und Bedenken trennen uns doch vom niederen Säuger der nur aufs boomen aus ist?
Wir sind unser eigener Greifvogel. Klar ist die Populationsdynamik x² oder eine ZinsesZins Funktion aber die Maus hat keine Selbstreflektion, der Greifvogel übernimmt hier die Ökosystemfunktion und wird selbst auch reguliert, es gibt keine Spitze, es kommt reziprok auf den Greifvogel zurrück. Unsere Greifvögel scheinen mir aber mehr Geier zu sein und jeder Kollaps geht auf Kosten der Mäuse. Ich erinnere mich an einen Beitrag von dir zur Einführung der DMark als Schuldversprechen? Da definiert man eine Schuld die es bis in das Jahr 2020 oder so zu tilgen gilt, die Mäuse machen es, bekommen ihre neuen Währungsscheinchen dafür im Vorraus ausgehändigt. Wo war der Geier mit seinem Goldhaufen? Oder habe ich da etwas missverstanden?
Viele Grüße
Der Geier muss nichts zahlen. Der will nur nehmen.
Bzw am liebsten hat er es wenn die Mäuse denken sie würden ihre Schuld abzahlen, dabei jedoch lediglich an Geier zahlen, die Gläubigen der Mäuschen müssen warten bis sie überhaupt was bekommen..
Und am Ende darf der Geier noch alle essen (Mäuse sind dann eh so fertig dass sie sich gar nicht mehr wehren)
Der Kollaps geht oft genug auch auf Kosten der Greifvögel. Als Geier würde ich nur die juristischen Personen bezeichnen. Deren Pleite müssen bis auf das Firmenkapital, das ja meist vorher schon weg ist, andere Tragen. Aber der Boom/Bust-Zyklus ist genau wie in der Natur. Besseres Wetter=> mehr Ernte=> mehr Feldmäuse => mehr Greifvogelnachwuchs => im nächsten Jahr weniger Mäuse => weniger Greifvogelnachwuchs.
Ein Grund für den Zins ist genau dieser Vorgang. Ich will als Verleiher eines Gutes bei Rückzahlung nicht schlechter gestellt sein als vorher. Verleiht man Saatgut wird das schnell deutlich. Mehr Ernte in der Zukunft heißt das Korn das ich verleihe wird zukünftig weniger wert sein.
Moral kann es in der Kreditwirtschaft nicht viel geben. Du wirst vom Tilgungsdruck vorwärts geprügelt und das ist gut so.
Die Forderungen an den Bund, die aus den ersten DM entstanden sind, hätten eigentlich nie getilgt werden sollen.Nur verzinst, was aber keine Rolle spielt, weil der Bundesbankgewinn sowieso an den Bund zurück fließt. Allerdings verstößt dies gegen die Euroregeln, deshalb muss diese Schuld jetzt getilgt werden.
Wie hätte man es anders machen sollen?
Ok danke für die Erklärung.
ich hatte nur an das Beipiel von @luegenbaron gedacht. Die Versorgungsautonomie, von Gemeinden, Regionen. Eine Patchworkstruktur bottom-up wo man Geld-Systeme aus den Regionen hervorgehen lässt. Deutschland war ja nie ein Land sondern eine Föderation. Wesentlich dezentraler als der Länderbund heutzutage. Städte wenn sie wollen, können zu weltweit kompetitiven Stadtstaaten werden, Hongkong, Singapur, autonome Regionen in der Schweiz (das sind mit die reichsten Regionen pro Kopf) und nach Autonomie bestrebte Regionen wie Katalonien. Die DMark definiert die BRD, die BRD zur EU gehörend treibt Steuern ein die kein Konzern gewillt ist zu zahlen (wir zahlen ja auch nicht gern zweckentfremdete Zwangsabgaben). Wären die Norddeutschen Hansestädte und Wolfburg-Braunschweig, Halle-Leipzig, Stuttgard, Isngolstadt, das Reihn-Main Gebiet, das Ruhr-Geniet autonome Regionen im Eigenauftrag, Eigenregie, dann würden wir vermutlich Coporate-Money (papier Scheinchen kamen schließlich aus dem Privaten-Sektor) haben, von Firmen die echten Wert generieren und heute nicht im Besitz der Chinesen wären, sondern im Besitz der Arbeiter anteilig ihrer Arbeit. Stattdessen gehört heute alles Briefkastenfirmen auf Cayman Island und ausländischen Investoren. Ohne ein OK aus Brüssel darf ein Unternehmer garnichts mehr.
Es macht schon Sinn ein gemeinsames Wertmaß zu verwenden. Am besten weltweit. Das Geld wird ja sowieso privat geschaffen (bis auf die ersten 8.6 Milliarden DM)
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Super duper Kommentar! :)