Mut zur Lücke

in #deutsch6 years ago

Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!

„Ich weiß, daß ich nichts weiß.“ Diese Aussage ist übermittelt von dem griechischen Philosophen Sokrates.
Diese Erkenntnis steht am Beginn jedes Lernprozesses. Nur wer sucht, der findet. Und wer nicht weiß, daß er suchen muß, findet nichts.
Nicht jede Suche führt (sofort oder linear progressiv) zum Erfolg. Bisweilen wollen Erkenntnisse mühsam erarbeitet werden - Rückschläge und Irrtümer nicht ausgeschlossen. Wenigstens über diese Erkenntnis verfügen alle, die sich schon einmal etwas lernend erarbeitet haben oder gar in neue Materien vorgedrungen sind.

Das oben Gesagte wird selbstverständlich auch allen Wissenschaftlern zugebilligt, die sich gerade mit dem Corona-Virus beschäftigen. Sie bewegen sich auf neuem Gebiet, das sie mit Hilfe bestehender Erfahrungen und neuer Untersuchungen in den Griff bekommen müssen. Daß dabei jeder Fortschritt nicht gleich den großen Durchbruch bringen kann, versteht sich von selbst.
Für die Forscher tritt als besonders unangenehme Komponente der Zeitdruck hinzu. Selten arbeiten sie derart im Fokus einer weltweiten ungeduldigen Öffentlichkeit, die schon im Minutentakt nach neuen Informationen giert und quasi zu rufen scheint: „Na, spuckt ’s aus!“ Naturgemäß wird eher in der Verborgenheit der Labore geforscht, ehe dann das fertige Ergebnis (Parallelen zu dem Zauberer mit dem Kaninchen aus dem Hut drängen sich auf.) dem staunenden Publikum präsentiert wird. Daß die Forscher unter dem Brennglas der Augen der wartenden Menschheit Ergebnisse liefern sollen, erhöht den Druck auf sie sehr erheblich und von ganz ungewohnter Seite. Das kommt der Sache nicht unbedingt zugute.
Unter den Naturwissenschaftlern, anders als unter den Geisteswissenschaftlern, finden sich in der Regel nur wenige Naturtalente als begnadete Kommunikatoren. Der routinierte Kontakt mit großem Publikum und rhetorische Geschliffenheit gehören nicht wesentlich zu ihrem Berufsbild. Ihre Welt wird eher geprägt von Zahlen als von Worten. Bei den Geisteswissenschaftlern indes verhält es sich genau umgekehrt.
Vor diesem Hintergrund sollte man ihre Leistung in der jetzigen Situation mit gebotener Fairneß beurteilen.

Die Kritik, die derzeit bisweilen auf die Forscher niederhagelt, trifft die Falschen, denn der richtige Adressat davon wäre das Kasner-Regime, das sie für ihre perfiden Zwecke instrumentalisiert. Daß sie sich dazu hergeben, beläßt bei ihnen einen Restschuldvorwurf, abgemildert dadurch, daß sie von Forschungsgeldern leben, die das Regime vergibt (wes Brot ich eß‘, des Lied ich sing‘.). Auch den ihnen erspart bleibenden Diskurs mit Konkurrenten ihres Faches, die ihre Auffassungen nicht teilen, haben sie nicht zu vertreten. Die Medienhoheit besitzen andere, die dort exklusiv die Exponenten nur einer Version zu Wort kommen lassen.
Ob direkte Gefälligkeitsexpertisen durch das Regime bei den Forschern abgerufen werden, wobei zu einer bereits feststehenden Entscheidung noch das fehlende Argumentationsmaterial , mit dem sie unterlegt werden soll, angefordert wird, kann notfalls noch dahingestellt bleiben. Jedenfalls pickt es sich paßgenau die Worte der Forscher heraus, die es zur Untermauerung braucht. Dabei kommt es ihm auch nicht darauf an, daß diese Worte oft erst ein Preliminarium widerspiegeln, also einen nur ersten Zwischenstand mit noch wenig finaler Aussagekraft. Dies erklärt die später erfolgenden Revisionen von Seiten der Wissenschaftler. Dabei läßt sich seitens des Regimes durchaus auch ein Draufsatteln auf bereits erfüllte Erfordernisse beobachten, um so die verhängten Restriktionen aufrechterhalten zu können. Das Regime orientiert sich stets an der ungünstigsten Version der Wissenschaftler, bzw. an der ihm am gelegensten kommenden, um seine Pläne zu verfolgen, die mit der Gesundheit nur in dem Zusammenhang stehen, als diese ein probates Vehikel zur Täuschung und Entrechtung der Bevölkerung bietet.

Das Gebiet der Virologie bleibt den meisten Bevölkerungskreisen verschlossen. Selbst Erklärungen von kompetenter Seite können von Laien nicht auf ihre Plausibilität hin überprüft und nachvollzogen werden. Das läuft dann auf Glauben hinaus. Bei zu befürchtender mangelnder Objektivität und latenter Manipulationsgefahr erfüllt dies alle mit Unsicherheit und viele mit Angst.

Da hat das Regime doch eine treffliche Klaviatur gefunden, auf der es spielen kann, ohne daß man Einblick in die Notenblätter nehmen könnte. Zuckerbrot und Peitsche! Sogar der (unabhängigen?) Justiz hat man bereits bedeutet, daß ihre klägerfreundlichen Entscheidungen der Wiederzulassung großer Geschäfte zum Markt dazu führen könnten, daß man die Zügel für alle wieder straffe. Sippenhaftung in Neuauflage!

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/coronavirus/maybrit-illner-zur-coronakrise-lindner-will-es-nicht-kapieren/ar-BB13s6E9?MSCC=1588325814&ocid=spartandhp

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