Hilfe als Werbemittel
Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
China wird vorgeworfen, seine Hilfe an andere Staaten zur Bekämpfung des Wuhan-Virus (Corona) propagandistisch auszuschlachten und sie zur Werbung für seine politischen Ziele einzusetzen.
Das trifft zwar zu, aber was ist daran falsch? Das Modell eignet sich zur Nachahmung - speziell für Deutschland.
Die Verfolgung eigener Zwecke entwertet die Hilfe für den Empfänger nicht. Er bekommt, was er braucht, selbst wenn dies zusätzlich auch dem Geber zum Vorteil gereicht. Der Geber seinerseits wird sich spendabler geben, wenn auch er etwas davon hat.
In Deutschland tut man sich anscheinend schwer mit dieser Sicht der Dinge. Dies zeigt gerade die Diskussion um Corona-Hilfen für ausländische Studenten.
Wenn ein Student sich das Studium im Deutschland nicht (mehr) leisten kann und hier keinen Job findet, da er auch nach Jahren in Deutschland noch immer der deutschen Sprache nicht mächtig ist, weil er hier auf Englisch studiert, hat Deutschland kein Interesse an ihm. Er nimmt hierzulande nur einen Studienplatz weg, ohne daß er einen Gewinn für Deutschland verspräche. Hätte er sich integriert, wäre er ein künftiger Mittler zwischen zwei Welten. So aber ist er hier ein unnützer Kostgänger und seine Unterstützung eine Fehlallokation von Mitteln.
In der „Welt“ bringt es ein dämlicher Hackschreiberling namens Martina Meister zur Meisterschaft in Ignoranz, wenn er Deutschland Duckmäusertum ausgerechnet Frankreich gegenüber empfiehlt, das sich immer wieder als „grande nation“ so trefflich, wie aus der Zeit gefallen in Szene zu setzen versteht. Derartige Qualitätsjournaille nährt den nicht ausrottbaren Irrglauben, Sympathie könne man sich erkaufen, und empfiehlt dazu obendrein Leisetreterei. Dabei ist Hilfe immer auch eine Werbemaßnahme, die nur Wirkung zeitigt, wenn sie angemessen kommuniziert wird.
Deutschland half Frankreich, indem es dortige Corona-Notfälle zur intensivmedizinischen Behandlung aufnahm. Das kostenfrei zu tun, war eine unangemessene Verschwendung von Mitteln, denn einem Industriestaat wie Frankreich, das noch immer gerne Großmacht spielt, wäre die Übernahme der Kosten möglich und zumutbar gewesen. Der öffentlichkeitswirksame Effekt hätte sich ohnehin auch so eingestellt und wurde durch die Gratisbehandlung nicht überproportional größer.
Boris Palmer schließlich findet sich bereit, Angehörige der eigenen Bevölkerung aufzugeben zu Gunsten von Kindern in der Dritten Welt. Diese Art von Selbstopferung dürfte ein ziemlich einmaliger Fall von in Exzeß getriebenem Altruismus sein, zu dem niemand verpflichtet ist. Es erwiese sich auch nicht als sinnvoll, wenn der Helfer sich selbst abschösse und damit weitere Hilfe unmöglich machte, während die Zunahme der potentiellen Rezipienten nicht inhibiert würde, was auf mittlere Sicht aber zum Kollaps des gesamten Erdensystems führte.
In einer Zeit knapper werdender Mittel wird Deutschland seine Hilfsmaßnahmen dosierter und gezielter einsetzen müssen. Andere tun das schon lange. Es ist nicht verwerflich, damit bestimmte Ziele zu verfolgen. Es wäre allerdings töricht, dieses Instrumentarium nicht zu nutzen.
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/darlehensprogramm-für-studierende-abgelehnt-vor-allem-ausländische-studierende-fürchten-die-schuldenfalle/ar-BB13Gpau?MSCC=1588792980&ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/tübingens-oberbürgermeister-boris-palmer-bekommt-morddrohungen/ar-BB13JVrI?MSCC=1588870609&ocid=spartandhp
https://www.welt.de/politik/ausland/plus207646603/Corona-Krise-Frankreich-fuehlt-sich-von-Deutschland-endgueltig-abgehaengt.html
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/kommentare/es-ist-als-höre-es-nie-auf-mit-der-deutschen-überlegenheit/ar-BB13HLyM