Leute, es ist verrückt.
Vor fast genau einem Jahr hab ich meinen Facebook-Account monetarisiert. Damals: unter 5000 Follower. Heute: über 9000 neue echte Menschen dazugekommen. Keine gekauften Profile aus „Ich-klick-dir-alles-voll“-Stan. Alles echt. Alles ehrlich.
Klar, es wäre ein Leichtes, sich 10.000 Follower zu kaufen und so zu tun, als wären die eigenen Beiträge die Erleuchtung in der Kommentarwüste. Aber das ist nicht mein Stil. Ich schreib, was ich erlebe. Mal berührend, mal banal, mal total bekloppt. Und manchmal... geht’s durch die Decke. Mein Rekordbeitrag? 1,6 Millionen Aufrufe. Und einmal – ich schwöre, ich weiß bis heute nicht warum – ein Post über eine Planetenkonstellation mit über 7 Millionen Aufrufen. Wahrscheinlich war Merkur rückläufig und der Algorithmus hat Schnupfen gehabt.
Warum ich das alles mache? Ganz einfach:
Ich brauche irgendwann eine Einkommensquelle, die auch dann noch funktioniert, wenn mein Körper sagt: „Ich hab keinen Bock mehr.“ Meine Schmuckmanufaktur steht kurz vor dem Aus, weil ich’s körperlich einfach nicht mehr schaffe. Jahrelang hab ich davon gelebt, jetzt geht das nicht mehr. Und auch wenn ich gut vorgesorgt habe, mietfrei wohne und keine Luxusprobleme habe – ich bekomme keine Rente. Null. Und meine Krankenkasse will jeden Monat ihren Beitrag. Bis ich alt und grau bin – und dann noch weiter.
Also? Schreiben. Erzählen. Auf Facebook aktiv sein. Ich mag das. Ich schreibe gern über mein Leben, mein Damals, mein Jetzt und mein Morgen. Und ja – da draußen wartet auch noch ein halbfertiger autobiografischer Roman auf mich. Wenn ich mal dazu komme, zwischen Grundstückspflege, zwei Häusern, sozialen Projekten und Communities mit bald 600.000 Mitgliedern.
Nur so nebenbei: Ich beantworte jeden Tag zig Nachrichten. Manche müssen leider warten – aber ich bemühe mich, ehrlich. Der Tag hat halt keine 48 Stunden. Noch nicht.
Was viele nicht wissen: Wer mich unterstützen will, muss nicht spenden. Es reicht, mir zu folgen, zu liken, mal ein „Gefällt mir“ oder Kommentar dazulassen. Das hilft. Wirklich. Wenn jede*r aus meinen Communities das täte, müsste ich mir über meine finanzielle Zukunft keine Sorgen mehr machen.
Aber leider kommt da manchmal statt Support nur Neid:
„Nö, ich gönn dir das nicht.“
Joah, danke auch. Schreib ich mir direkt ins Erfolgsjournal unter: Sätze, die mir nix bringen.
Und trotzdem: Ich bleib dran. Vielleicht kann ich in ein paar Jahren wirklich komplett von dem leben, was ich hier aufbaue. Und wenn nicht – dann halt ein paar Jahre später.
Ach ja: Den Ferrari, die Villa im Süden und den Learjet kauf ich mir natürlich erst, wenn ihr mir genügend Likes dalasst. 😁
(Der Parkplatz ist schon reserviert. Direkt neben meinem Rasenmäher.)
Ich dachte immer, bei 5000 "Friends" ist Schluss bei FB.