Die Wüste La Guajira 🇨🇴
Liebe steemians
Die letzten Tage gehören zu den wohl speziellsten meiner bisherigen Reise.
Die Wüste von La Guajira ist schwer zu erreichen, nur mit 4x4 Jeep und viel Zeit. Trotzdem wollten wir uns dies nicht entgehen lassen.
In Palomino starteten wir um 10 Uhr früh, mit einem heruntergekommenen Sammeltaxi ging es ins ca. 2h entfernte Cuatro vias für 15'000 Pesos. Von da aus gehts nur noch mit Jeep weiter.
Wieder ein Collectivo bis nach Cabo de la Vela für 30'000 Pesos, Wie Hühner auf der Stange und holprige Strassen.

Um ca. 17 Uhr kamen wir dann in Cabo de la Vela an. Cabo de la Vela ist wahrscheinlich das grösste Dorf in der Wüste von Guajira. Und ihr seht auf den folgenden Fotos wie gross das Dorf war. Es war wie in einer Geisterstadt. Viele leerstehende Holzhäuschen und keine Leute auf der Strasse... ja es gibt nur grad eine Strasse die durch das Dorf führt. Hie und da gibt es ein Restaurant oder ein kleines Einkaufslädeli.
Die günstigste Variante zu Übernachten ist in einer Hängematte. Dies direkt an Strand für 10000 Pesos. Etwas unheimlich war es ja schon, denn eigentlich hätte uns jeder ohne Probleme entführen können in der Nacht.
An dem Abend wollten wir in einem der "Restaurants" essen. Wir haben uns hingesetzt, uns wurde gesagt was es alles so gibt, ich habe ok gesagt und schon waren alle verschwunden ohne das wir was bestellt hatten bzw wussten wir nicht genau was wir nun bekommen. Das Überraschungsmenu war ganz nach meinem Geschmack. Wer mich kennt wird gleich über das Foto lachen
Ja das war tatsächlich mein erster ganzer Fisch den ich essen! Und er war wirklich gut.
Nach einer kühlen Nacht wollten wir zum Pilon de Azucar, einem Aussichtspunkt in der Nähe und abends dann zum Faro, einem Leuchtturm zum Sonnenuntergang.
Nach dem Frühstück wollten wir eigentlich mit einem Motorradtaxi los, jedoch gab es zu dieser Zeit irgendwie niemanden der fahren wollte. Also machten wir uns erstmal zu Fuss auf den Weg bis dann plötzlich wie aus dem nichts ein Motorrad kam und uns für 5000 Pesos pro Person mitnahm.
Bei dem Pilon gibt es auch einen schönen Strand zum baden.
Zurück konnten wir den Preis bisschen drücken, da wir ja nur auf einem Motorrad unterwegs waren und nicht mit zweien. Normalerweise ist pro Motorrad der Preis 5000. Zurück gings dann für 4000 pro Person auf einem ziemlich schäbigen Motorrad.
Am nächsten Tage ging es um 5 Uhr früh weiter nach Punta Gallinas. Den Transport haben wir direkt in Cabo de la Vela organisiert, was die günstigste Variante ist. Für 130'000 Pesos wurden wir von Cabo de la Vela nach Punta Gallinas und am nächsten Tag nach Uribia gefahren.
Der Weg nach Punta Gallinas war abenteuerlich, wiederinmal!
Durch die Wüstenlandschaft auf holprigen Strassen und vorbei an unzähligen Strassensperren von Kindern, welche sich Süssigkeiten oder sonstiges erhoffen. Unser Fahrer war sehr asozial und gab keinem Kind etwas.
Die Wüste ist voll mit Ziegen, was zur Folge hatte, dass uns einige Motorräder mit toten Ziegen den Weg kreuzten.
Das letzte Stück nach Punta Gallinas wird mit dem Boot zurückgelegt, jedoch lediglich ca. 5 Minuten.
Da angekommen bemerkten wir, dass es da nur ein einziges Hostel gibt und auch sonst nicht wirklich sowas wie ein Dorf. Wir waren also sowas wie in einem Camp in dem man Essen vorbestllen musste und alle zur gleichen Zeit assen.
Direkt nach dem Frühstück hiess es, Badesachen an, Fotokamera umhängen und los.
Mit dem Jeep ging es erneut über holprige Strassen, zuerst zum nördlichsten Punkt von Südamerika.


Dann weiter zu einem tollen Aussichtspunkt bevor ein Highlight kam...
Die Dünen! Viel muss man dazu gar nicht sagen, schaut einfach die Bilder.
Abends waren wir so müde, dass wir schon kurz nach 8 Uhr in unseren Hängematten waren, viel mehr gibts da auch nicht zu machen.
Am letzten Tag gings dann nach dem Frühstück um 8 Uhr zurück nach Uribia. Unser Fahrer diesesmal hat auch schön allen Kindern Bleistifte verteilt.
Es war ein echtes Abenteuer diese Wüste, jedoch finde ich, das Geld und der Aufwand hat sich definitiv gelohnt.
Insgesamt haben wir für diese 3 Tage 323'000 Pesos ausgegeben was ca. CHF 115.- sind.
Sehr cooler Bericht und tolle Fotos :-) Danke fürs teilen
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