Zeitmanagement: Organisation ist nicht alles!
Wie die meisten von euch schon wissen, arbeite ich neben meinem Studium - so wie viele andere Studenten auch. Dass man da seine Prioritäten richtig setzen muss, ist wahrscheinlich das A&O. Doch für mich war das doch schwieriger als gedacht. Ich setzte mir unabsichtlich oder auch absichtlich immer die falschen Prioritäten.
Während der Vorlesungszeit, lag meine Priorität bei der Uni - war ja auch richtig so. Das Arbeiten hat mich da nur genervt. Während der Klausurphase bin ich allerdings viel lieber arbeiten gegangen, als daheim für die Prüfungen zu lernen.
Tja, ihr seht wo der Fehler des Ganzen liegt.
Man sagte uns gleich am Anfang des Studiums, dass man als Student/In ein gutes Zeitmanagement braucht. Ich habe mir immer wieder eingeredet, dass ich einfach viel zu beschäftigt bin, um mir so ein Zeitmanagement anzueignen. Und, dass ich die Dinge so tun muss, wie sie eben gerade anfallen. Aber ganz ehrlich: Ich wünschte, ich hätte früher damit angefangen, mir einmal einen guten Zeitmanagement Plan aufzustellen.
Mittlerweile habe ich einen für mich recht gut funktionierenden Zeitmanagement Plan, den ich gerne mit euch teile. Viele Punkte werdet ihr sicherlich schon kennen, oder sogar selbst bereits so handhaben.
Bei einigen werdet ihr euch wahrscheinlich denken: Die spinnt doch total! Nehmt einfach das raus, was für euch Sinn ergibt und ignoriert die, die für euch gar nicht gehen. Aber vielleicht ist ja was dabei, das für euer Zeitmanagement noch fehlt.
1. Jeden Tag 4-5 Stunden produktives Arbeiten einplanen
Ja, ich weiß, einigen von euch wird das nicht gefallen. Ich hatte mir auch gedacht:
Wie soll man das schaffen? Ich muss arbeiten und lernen und dann noch Haushalt usw.. Gefühlt hätte ich sogar genug zutun für 20 Stunden am Tag.
Ich will auch gar nicht damit sagen, dass ihr nur 4-5 Stunden arbeiten sollt, sondern nur 4-5 Stunden für produktives Arbeiten einplanen sollt. Es muss auch gar nicht am Stück sein, denn wie wir alle wissen, es kommt immer etwas dazu oder dazwischen. Selbst wenn ihr 8 Stunden im Büro sitzt und genug Arbeit hättet - versucht euch jeden Tag trotzdem die 4-5 Stunden effektives Arbeiten anzugewöhnen. Was ich mir auch klar machen musste: Mehr Arbeitsstunden erhöhen nicht die Produktivität!
2. Arbeitsroutine ist sehr wichtig
Das schaffe ich auch noch nicht so richtig. Aber wenn es euer Job zulässt, versucht eine Routine rein zu bekommen. Das kann schon morgens nach dem Aufstehen anfangen, wie zum Beispiel: Joggen, duschen, frühstücken usw.. Oder bei der Arbeit: Feste Zeiten, um E-Mails zu beantworten, bis zur Mittagspause mindestens 1 L Wasser trinken...
Das ist im Großen und Ganzen wirklich nur eine Gewöhnungssache, die dir aber, bei einer flüssigen Routine, Zeit einsparen kann .
3. Festen Zeitrahmen setzen
Wenn ich irgendwelche Projektblätter für die Woche für ein Fach beabeiten musste, habe ich mich manchmal stundenlang an einer Aufgabe/Problemstellung aufgehalten und hatte oft keine Zeit mehr gehabt für die anderen Fächer. Macht das nicht!!
Versucht euch, je nach Aufgabe/ Problem, eine feste Zeit dafür zu setzen. Ich habe mir 20-30 Minuten festgesetzt, in denen ich mich nur auf das eine fokussiere. Wenn ich es in der Zeit nicht lösen konnte, habe ich mich erstmal auf eine andere Arbeit konzentriert und manchmal bin ich dann plötzlich doch auf die Lösung für das vorherige Problem gekommen. Klappt natürlich nicht bei allem und jedem, versucht es einfach mal.
4. Einfach mal anfangen
So banal wie das jetzt auch klingt, aber wie oft habt ihr schon Aufgaben aufgeschoben, die eigentlich erledigt werden sollten? Ich hatte das wirklich täglich gemacht. Aber die Sache ist, wenn man einmal angefangen hat, ist es wirklich leichter weiter zu machen, als wenn man es ständig aufschiebt und dir die Aufgaben irgendwann wie ein riesiger Berg vorkommen.
5. Setze Prioritäten
Ihr habt sicherlich schon mal was von Dwight Eisenhower gehört. Ganz kurz: Er war der 34. Präsident der USA.
Des Weiteren führte er das wahrscheinlich produktivste und effektivste Leben, das ein Mensch überhaupt führen kann. Anyway, ich stelle euch einfach mal seine Strategie vor, die sogenannte “Eisenhower decision matrix”:

Diese Matrix soll euch bei der Einteilung eurer Prioritäten helfen.
Wichtig & dringlich:
Hier teilt ihr nur die Aufgaben ein, die in einer festen Zeit erledigt werden sollen und für euch am wichtigsten sind. Diese sollten auch nur von euch selbst erledigt werden.Wichtig, aber nicht dringlich:
Hier kommen Aufgaben rein, die auch wichtig sind, aber keine Deadline haben. Setzt für diese Aufgaben einen Erledigungs-Zeitpunkt und erledigt sie selbst.Nicht wichtig, aber dringlich:
Solche Aufgaben könnt ihr delegieren, also an Andere weiter geben. Sie sollten allerdings zeitnah erledigt werden.Weder wichtig noch dringlich:
Aufgaben in diesem Quadranten haben die niedrigste Priorität. Wie zum Beispiel Aufgaben, die für das Erreichen eurer Ziele nicht von Bedeutung sind. Diese kann man auch mal vernachlässigen.
Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Ideen geben, wie ihr euer Zeitmanagement noch optimieren könnt.