Wie man zu einem Verschwörungsesotheriker wirdsteemCreated with Sketch.

in #deutsch7 years ago (edited)

Guten Tag liebe Leser,

pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit, findet sich hier mein Erfahrungsbericht ein, wie man zu einem Verschwörungsesotheriker wird. Natürlich wie immer mit einem lächelndem und einem weinendem Auge zu lesen.

Die Geschichte hinter meiner Entwicklung zu einem Menschen der Ungläubigkeit, hat recht früh begonnen. Zuweilen waren erste Ungereimtheiten in der Erziehung meiner Person ein erster Anstoß, mich doch nicht so ganz, auf das "Ältere" verlassen zu können ein erster Hinweis auf die Vermutung mit dauerhafter Kritik, mein Dasein etwas wahrlicher gestalten zu können, mehr Richtig - als Falsch gedacht. Heute weiß ich um diese Richtigkeit, durch ständiges Prüfen meiner Selbst, besser Bescheid. Früher noch als junger Junge, musste ich mich mehr auf mein Gefühl verlassen und damit immer mit einem gewissen Selbstzweifel leben, ob es nicht doch ich selbst war, der "einen an der Waffel hat".

Doch die Menschenwelt machte es mir nicht schwer, diese Zweifel dauerhaft behalten zu können. So war es doch eine Unmöglichkeit, dem Lehrer oder der Lehrerin, noch so logische und einfache Ansichten im Gegenteil derer mitzuteilen. Oder dem Pfarrer im Dorf, eine gewisse Krankheit namens Glauben, statt Wissen zu unterstellen. Der Bürgermeister war in seiner Politik gefangen und dem Polizisten war die Uniform und Art seines Auftretens wichtiger, als die Gerechtigkeit walten zu lassen. Natürlich sind diese Ansichten wie damals auch, die eines Kindes, eines unfertigen Menschen, mag man so glauben und damit wissen, dass einiges wohl nicht ganz so dramatisch zu sehen wäre. Doch wie man es kennt, steckt in jeder SelbstLüge, auch ein Kern Wahrheit. So ganz falsch, lag ich wohl damit in keinem dieser Punkte.

Es war noch einfacher zu erkennen, mich in einem großen Irrenhaus aus Schein und Sein zu befinden, als ich anfing, selbst - ständig zu lesen. Die ersten heiligen Worte in Schrift gefasst, stellten sich als Fehlerhaft heraus. Die Winzigkeiten waren es, welche mich zweifeln ließen. Die Details, welche sich nicht auflösen wollten, in der Logik und Einfachheit meines damals noch freien und pragmatischen Denkens. Ich war doch nur auf der Suche nach der Weisheit, ohne zu wissen, was das ist und wie ich sie finde.

Dergleichen wurde mir aber oft im negativen Vorgeworfen. Ich hätte sie mit Löffeln gefressen. Wie das wohl ginge? Dachte ich mir.

Sich dem Größerem und offensichtlich Älterem, auf die Art der Logik zu "wiedersetzten" oder gar zu "widersprechen", stellte sich als gefährlicher Weg, zur absoluten Unbeliebtheit heraus. Also musste ich anfangen, das zu tarnen. Denn loswerden, wollte ich diese ewige Fragerei nicht. Sie war zu Aufschlussreich. Das Puzzle meines Lebens. Neugierig, was beim fertigen Bild wohl zu sehen gewesen wäre, begann ich für mich selbst zu denken. Mich selbst zu Fragen und mir das nicht zu merken, was man mir wollte unbedingt mit erhobenem Zeigefinger zu sagen. Ein wenig Rebellisch im Nachhinein betrachtet, begann ich alles anzuzweifeln. Denn die Schlussfolgerung, es könnte so gar nicht Richtig sein, was ich bis zu dieser wachsenden Erkenntnis der allgemeinen Blödheit zu denken glaubte, wäre gewesen, ich sei selbst Blödester Sinn. Das mal ehrlich gesagt, ginge ja gar nicht in Ordnung für mich.

Dürfen alle ihr Recht auf Blödsinn wohl leben, hatte ich doch im Bauch, im Herzen und im Geiste eine Pflicht, das nicht zu übernehmen. Ob ich wollte oder nicht, stellte sich nicht als Frage. Denn es war im Ganzen für mich ein schwerer Fehler. Läge doch mein Über dem Leben davon ab. Denn würde ich diese winzigen Fehler mitnehmen, auf meinen Weg, dann gäbe es öfter Gefahren und schon bald das Ende vom Steg. Das meine lieben Leser, konnte ich gar nicht ertragen. Durch Dummheit zu sterben, welch ein grausiger Gedanke. Welch ein sinnloses Leben, dachte ich, wäre das gewesen?

Also ging ich weiter, auf der Bahn der zwei Menschen in meinem Kopf. Der Eine, nach außen das Bild, welches man von mir erhoffte. Ein Gebilde aus Zwiespältigkeit, immer gesehen und beobachtet von anderen, wurde ich zu dem, was man sehen wollte. Der Andere jedoch, mein geheimes Ich sein, das konnte ich verbergen vor den Menschen. Sie hätten mich nicht ausgehalten, nicht gemocht und nicht leiden können. Ich war nicht nur sicher derlei, weil ich es wusste, denn es war die Erfahrung, mit dem ich es auszuprobieren suchte. Denn das, was ich schon war als ich gekommen bin, war zuviel des Guten, für die Meisten. Wohl ein Grund von manchen, warum ich sie anzog, wie ein Magnet. Sie wollten etwas von mir, das sie sich selbst genommen haben. Vor allem mit der Zeit. Denn ich fing an, einen jeden zu testen, auf der Suche nach einem zweiten Geist, um den meinen, mit dessen Wahrheit zu mästen.

Gleichgesinnt, heißt das heute in Worten. Das habe ich gesucht wie viele, Allerorten. Doch da war niemand wirklich. Nicht einmal die Kinder. Sie waren Grausam und voller langen Weile. Mit Gedanken im Kopf, für die ich mich oft schämte, wusste ich doch, das sie so viel anders nicht waren wie ich. Doch hatten sie etwas oft nicht. Die Essenz, das Selbst mehr zu wollen, als sich selbst planlos auf der Welt herum zu trollen. Sie konnten nicht verstehen, das ich mich verpflichtet hatte, einem Gedanken, den ich selbst nicht fassen konnte. Es war kein Neid, aber irgendwo wollte ich auch so sein wie sie. Unbedarft und Sorglos, einfach nur Kind sein. Nichts wirklich zu wollen oder zu sein. Zu funktionieren und dennoch den Erwachsen irgendwo auf der Nase herum zu tanzen.

Also ging ich immer zusammen und doch allein, auf die Welt um mich herum, allzu intensiv ein. Das hat Mühe gekostet zu jedem Moment. Schwächer war ich als die Anderen, in diesem Element. Doch eines merkte ich sehr schnell. Diese Schwäche, wurde zur Stärke und mein Geist leichter hell. Ich konnte bald mit den Menschen spielen, wie sie glaubten mit mir, doch war es nicht mein Antrieb zu Schaden, als mich vor ihnen und sie zu schützen vor mir. Sie verstanden meist gar nichts, von meinem handeln und denken und ich wusste schon bald, ich muss mich ganz alleine lenken. Die Welt wurde immer Komplexer und Größer. Mit dem kommendem Alter habe ich gesehen, das ich es Schwer haben würde, diese Zwei in mir aufrecht zu erhalten. Sollte ich mich trennen, oder den einen Echten von beiden, schlafen legen?

Das war eine Frage die mich sehr traurig machte. Bis zu einem Tag, an dem ich vollends erwachte.
Diesen Tag kennt ihr alle meine Lieben, denn es stand die Zahl 9.11 geschrieben.

Lächerlich, dieser kollektive Wahnsinn den ich erlebte. Als angeblich die Erde in New York, durch ein Flugzeug erbebte. So war es nicht möglich, mit meinen Kenntnissen von Materie, das ein Flugzeug ein Gebäude zerstörte und das zweite durchsiebte. Es war das Unlogischste bis dahin, das ich so Groß mit anderen zu sehen bekam. Und so sagte ich ganz ohne Zweifel und Scham, zu meiner Mutter: Das geht nicht, das ist nicht möglich. Die Lügen im Zweiten Deutschen Fernsehen. Wieso fallen diese Gebäude ein, als hätte es geschafft ein echtes Beben?

Meine Mutter in ihrer unendlichen Weisheit, die sie immer zu ertränken versuchte, sogleich anfing und an mir herum fluchte. Was mit einfallen würde? Ich mich über alle stellen wolle? Etwas besser zu wissen etwas glauben könnte, das die Welt mir sogar noch zeigt? Ich sagte ja, ich wüsste das besser, so habe ich Augen, wie auch einen Verstand und dieses Gebäude wäre sicher nicht nur aus Sand. Ich hörte ihren Hass auf mich, zum letzten mal, denn sie vertaute nicht nur sich, sonder auch ihrem eigenem Sohne nicht. Es war der Moment, an dem ich wusste, nicht mehr vermutete, das alles was jetzt kommen möge in meinem Leben, nur das Wissen eines anderen war. Eines Menschen der ganz wahrscheinlich Blind sein musste.

Die wenigen Sehenden, welche ich so traf, halfen mir gut zu lernen und ich hörte hin ganz brav. Doch auch dort, waren die meisten Verwirrter, statt Wissend. So blieb mir wenig anderes, als weiter alles selbst zu tun übrig. Keiner traute sich auch nur zu Zweifeln, an dem was passierte. Kollektives Schweigen, doch nie für all die anderen, welche jeden Tag an Hunger starben, oder im Krieg, durch die Nation, welche wir bemitleiden... Der Euro selbst, war nur ein kleiner Hauch des Zweifels aus den Köpfen. Er verging schneller, als in zwei Jahren und man hörte nur noch die Alten selbst klagen. Man hat uns bestohlen, beraubt und belogen. So habe ich mir die Realität, nach meinen Wünschen verbogen. Gescheitert bin ich oft, an dem für alle Normalem und konnte mich nicht verlassen, nicht mal auf deren Zahlen.

Es war überall. Unter jedem Stein, hinter jeder Ecke und in jedem Menschen. Auch in mir, hat es sich breit gemacht und versuchte, die beiden Echten zu entzweien. Doch das habe ich zu vermeiden gesucht und lieber wie oft genug bisher - einen wahren Neuanfang gebucht.

Lasst uns dran denken, am Tag der Einheit unseres Landes,
das Einzige zu geben, ist den wahren Verstand zu schenken.
Wenn ihr euch nicht erinnern könnt, dann geht weit zurück,
denn ein jeder von uns, träg in sich, das gute Stück.

Salve und Liebe

Alucian

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Die Welt gehört den Verschwörungspraktikern ... ;)

Danke für die Einblicke in Deine Gedankenwelt

Absolut Richtig!
Gerne geschehen. :-)

Richtig guter Post, bei mir gab es eine ähnliche Entwicklung. Am Ende sehe ich es nicht als Verschwörungstheorie, sondern persönliches Erwachen an. Leider erwachen zu wenige...

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Joa, ich sehe das sehr relaxt inzwischen. Da wachen schon genug auf inzwischen und irgendwo schlafen wir doch alle noch im Wahnsinn. Wäre sonst nämlich nicht aushaltbar, nicht wahr?

Dann schmeiße ich mal wieder mit "verschwörungsfreiem" !BEER und !trdo um mich. 🍺 😵 🍺

Das ist sehr lieb, aber nicht nötig. ;-) Wenn du verstehst, wie ich das meine. Mir würde weniger Beer und Co. sehr gut gefallen. Es ist hässlich, überall diese Posts drin zu haben. Aufdringlich und ermüdend. Außerdem sozial ein Problem für mich, weil ich nicht gedenke, zurückzuschenken in solcher Form. Also nimm es nicht persönlich bitte. Liebe Grüße Sascha

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Werd nie kapieren warum das "Tag der deutschen Einheit" und nicht einfach Wiedervereinigungstag heißt. Da ich aber nicht deutsch bin, muss mir das jetzt quasi politischkorrekt egal sein. Am 26. ist dann halt der österreichische Nationalfeiertag wo wir dann erfahren ob unser Heer noch immer pleite ist oder schon gesponsert wurde.

Joa das hört sich halt besser an oder so. :-)
Ihr könntet ja eine Spendenaffäre starten, um euer Heer zu finanzieren. :-)



Hey @alucian, here is a little bit of BEER for you. Enjoy it!

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